Medieninformation: Miele Professional Hygienetagung

Press Release 30.04.2019

«Schmutzige Wäsche waschen kann jeder, die Schwierigkeit ist nur, daraus saubere zu machen»

Miele Professional Hygienetagung

Schon seit sieben Jahren organisiert Miele Professional jährlich mehrere Hygienetagungen für die deutsch- und französischsprechende Schweiz. Hauswirtschaftsverantwortliche aus verschiedensten Betrieben sind eingeladen an einem vielseitigen Weiterbildungstag teilzunehmen, welcher von Spezialisten aus diversen Fachbereichen begleitet wird. Dieses Jahr hat die Hygienetagung am 30. April 2019 im Pflegezentrum Süssbach in Brugg stattgefunden.

Wie jedes Jahr, ist das Interesse an der Hygienetagung sehr gross. Nebst den Referenten und Miele Mitarbeitern, waren am Weiterbildungstag im Pflegezentrum Süssbach 55 Verantwortliche aus Wäscherei- Hotellerie- und Hauswirtschaftsbetrieben vor Ort. Der Tag startete mit einer kurzen Vorstellung von Miele Professional durch Bernhard Purkrabek. Als Verkaufsleiter von Miele Professional, führte er die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die Geschichte des Unternehmens und stellte die verschiedenen Produktegruppen Wäscherei-, Medizin-, Labor-, Geschirrspül- und Dentaltechnik vor, die Miele im Geschäftsbereich abdeckt.

Grundlagen für sicheres und erfolgreiches Hygienemanagement

Nach der Begrüssung startete Irina Pericin Häfliger von der ZHAW Wädenswil, Institut für Facility Management mit der ersten Präsentation «Grundlagen für sicheres und erfolgreiches Hygienemanagement». Irina Pericin Häfliger behandelt einerseits vertieft das Thema «Hygiene-Konzept» und erklärt, wie wichtig es ist im Betrieb ein solches Konzept zu entwickeln und zu verfolgen. Da es bis heute sehr wenig rechtliche Vorgaben zu Hygienestandards gibt, ist es umso wichtiger ein betriebliches Hygienekonzept zu definieren und umzusetzen. Andererseits konnten die Teilnehmenden beim interaktiven Austausch über Herausforderungen und Lösungsansätze in Bezug auf die Textilhygiene diskutieren und so ihre Erfahrungen mit einander teilen.

In-House Wäscherei – Von der Planung bis zur Umsetzung

Im zweiten Block wurde das Thema Planung und Umsetzung von neuen Inhouse Wäschereien und Stationsküchen aufgenommen. Im ersten Teil zeigte Bernhard Purkrabek Vorteile und Herausforderungen Inhouse Wäscherein und Stationsküchen auf. Mit einer Inhouse Wäscherei ist der Betrieb unabhängig von externen Dienstleistern, hat keine Vertragsbindungen und Transportwege fallen weg. Gleichzeitig hat der Betreib eine umfassende Kontrolle über das Hygienekonzept und kann dieses jeder Zeit beeinflussen. Darüber hinaus kann die Textilqualität, die den Ansprüchen der Bewohner entspricht, erfüllt und empfindliche Textilien mit speziellen Programmen schonend verarbeitet werden.

Bei den Professional Geschirrspülern ist höchste Hygienesicherheit mit dem thermischen Desinfektionsprogramm und Frischwasser-Spülsystem garantiert. Automatische Reinigungsdosierung und sehr kurze Spülzeiten sind weitere Vorteile für ein effizienteres Hygienekonzept. Zu skeptischen Fragen aus dem Publikum, ob denn ein gewöhnlicher Geschirrspüler nicht auch ausreicht, argumentiert der Miele Verkaufsleiter wie folgt: «Ein Zahnarzt desinfiziert und sogar sterilisiert jedes Instrument, dass am Patienten angewendet wird – wo ist denn im Grunde genommen der Unterschied zu unserem Besteck, mit dem wir essen?»

Im zweiten Teil wurde hinsichtlich eines Neuprojektes verschiedene Aspekte aufgezeigt, die unbedingt zu berücksichtigen sind, bevor mit dem Projekt gestartet wird. Wichtig bei der Planung einer neuen Wäscherei, ist das Berechnen der Kapazität im Betrieb, sei es von Räumlichkeiten, Anzahl Mitarbeiter und Bewohner, Wäschearten oder anderem. Natürlich sollte auch abgeklärt werden, wie die saubere Trennung zwischen Schmutz und Sauberwäsche innerhalb des ganzen Waschprozesses gewährleistet werden kann, denn schlussendlich ist der Hygieneaspekt auch bei der Planung einer Inhouse- Wäscherei immer der wichtigste.

Textilmanagement

Die letzte Präsentation zum Thema Textilmanagement am Vormittag, hielt Marie Christine Klöber, von KlöberKASSEL Hauswirtschaft. Mit praxisorientiertem Ansatz hat Marie Christine Kassler das Publikum besonders gut unterhalten. Sie führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die verschiedenen Prozessschritte, zeigte die schwierigen Schnittstellen auf und wies mit greifbaren Alltagsproblemen auf die im Prozess vorhandenen Zielkonflikte zwischen Kunden, Mitarbeiter und Rechtsanforderungen hin. Ein Grossteil des Publikums hat sich sofort darin wiedergesehen, was speziell angeregt hat, eigene Prozesse zu hinterfragen und darin mehr Potenzial ausschöpfen zu wollen. Christine Klöber gibt den Wäschereiverantwortlichen aber noch einen wichtigen Rat mit auf den Weg: «Bekleidung ist die letzte Identität der Bewohner und dies sollte bei allen Überlegungen berücksichtigt werden.»

Thermotex – Textilkennzeichnung

Nach ausgiebigem Mittagessen im Pflegezentrum Süssbach, wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe wurde von Oscar Ferrario von Thermotex durch die Neuheiten im Bereich Textilkennzeichnung geführt. Damit in Pflegebetrieben die Wäsche nicht verloren geht oder verwechselt wird, ist eine optimale Wäschekennzeichnung unabdingbar. Mit verschiedenen Kennzeichnungen durch Etiketten, Barcodes oder sogenannten Transpondern, also elektronischen Chips, die in die Wäsche reingenäht werden können, wird die systematische Sortierung der Wäsche gewährleistet, damit auch jedes Kleidungsstück den Weg zu ihrem Besitzer zurück findet. Zu jeder Zeit können Informationen über die Wäsche, wie Grösse, Waschverfahren oder Kaufdatum entnommen werden. Im Wäscheprozess gibt es dadurch mehr Transparenz und der Wäscheschwund wird deutlich reduziert.

Führung durch die Wäscherei

Gleichzeitig wurde die zweite Gruppe durch die Inhouse Wäscherei des Süssbach Pflegezentrums geführt. Die Wäscherei befindet sich
im Untergeschoss und ist lichtdurchflutet. Seit 2014 ist der neu umgebaute Waschbereich im Einsatz, wo mit Niedertemperaturverfahren gewaschen wird. Der Süssbach dokumentiert seit Beginn alle Wäschemengen, die fürs Pflegezentrum oder für externe Institutionen gewaschen werden. Daher können beeindruckende Zahlen vom Wäschebetrieb entnommen werden. Im Jahr 2018 wurden beispielsweise ganze 168 Tonnen Textilien gewaschen. Allein im März 2019 wurden 12 Tonnen Wäsche nur fürs Pflegezentrum gewaschen – mit allen externen dazu, waren es sogar 13 Tonnen. Von Miele Professional sind 6 Waschmaschinen (16 – 32kg) und 4 Tumbler (10 – 32kg) in Betrieb und zusätzlich eine grosse Mangel mit integrierter Faltmaschine, die auch über Miele Professional bezogen wurde. An einem Tag sind jeweils fünf Mitarbeiterinnen für mehrere Stunden in der Wäscherei im Einsatz.

Hygienetagung Brugg 2019

Die Hygienetagung von Miele Professional brachte Verantwortliche aus verschiedenen Betrieben zusammen, vermittelte Praxiswissen und förderte den Austausch unter Gleichgesinnten. Die Teilnehmenden schätzten Gespräche mit Personen, aus ihrem Tätigkeitsbereich und konnten neue Erkenntnisse und Gedankenanstösse mit in ihre Betriebe nehmen.

Miele Professional plant auch für 2020 ihre erfolgreiche Veranstaltungsplattform weiterzuführen. Geplant sind mehrere Termine an verschiedenen Standorten in der Schweiz.

Süssbach Pflegezentrum: Die Süssbach Pflegezentrum AG ist eine nicht gewinnorientierte Aktiengesellschaft. Das Unternehmen erbringt Dienstleistungen in den Bereichen Langzeitpflege/ Kurzaufenthalte, Therapien, Restauration und Hotellerie. Mit 320 Mitarbeitenden und 222 Betten gehört der süssbach zu den grössten Langzeitpflegeanbietern im Kanton Aargau.

Im Herbst 2016 wurden das Süssbach Pflegezentrum und das Alterszentrum Brugg erfolgreich zusammengeführt. Drei Jahre zuvor, begann die Planung für eine grosse Inhouse Wäscherei, welche dann ab 2014 in Betrieb genommen wurde.

Medienkontakt:

René Hofmann
Telefon: +41 56 417 24 68
E-Mail: r.hofmann@miele.com

Über das Unternehmen: Miele ist der weltweit führende Anbieter von Premium-Hausgeräten für die Produktbereiche Kochen, Backen, Dampfgaren, Kühlen/Gefrieren, Kaffeezubereitung, Geschirrspülen, Wäsche- sowie Bodenpflege. Hinzu kommen Geschirrspüler, Waschmaschinen und Wäschetrockner für den gewerblichen Einsatz sowie Reinigungs-, Desinfektions- und Sterilisationsgeräte für medizinische Einrichtungen und Laboratorien (Geschäftsbereich Professional). Das 1899 gegründete Unternehmen unterhält acht Produktionsstandorte in Deutschland sowie je ein Werk in Österreich, Tschechien, China und Rumänien. Hinzu kommen die zwei Werke der italienischen Medizintechnik-Tochter Steelco Group. Der Umsatz betrug im Geschäftsjahr 2017/18 rund 4,1 Milliarden Euro, wovon 70 Prozent ausserhalb Deutschlands erzielt wurden. In fast 100 Ländern ist Miele mit eigenen Vertriebsgesellschaften oder über Importeure vertreten. Weltweit beschäftigt der in vierter Generation familiengeführte Konzern etwa 20.100 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, 11.200 davon in Deutschland. Der Hauptsitz des Unternehmens ist Gütersloh in Westfalen.