Über 40 Organisationen lancieren im September die erste Nationale Woche gegen Food Waste
In Schweizer Privathaushalten werden pro Person jedes Jahr durchschnittlich rund 80 Kilogramm Lebensmittel weggeworfen1. Ein grosser Teil davon liesse sich mit einfachen Veränderungen im Alltag vermeiden. Genau hier setzt die erste Nationale Woche gegen Food Waste an: Unter dem gemeinsamen Motto «Mach mehr draus» und einem verbindenden Logo setzen die Partnerorganisationen eigene Aktivitäten um – von Veranstaltungen und Sensibilisierungsaktionen bis zu Informationsangeboten und konkreten Alltagstipps. Jede Organisation nutzt dabei ihre eigenen Möglichkeiten, Zielgruppen und Kommunikationskanäle. So entsteht aus vielen unterschiedlichen Beiträgen eine schweizweite Bewegung, die die Bevölkerung zum Mitmachen motiviert.
Food Waste betrifft uns alle – und alle können etwas verändern
Food Waste gehört zu den Umweltherausforderungen, bei denen jede und jeder unmittelbar handeln kann. Bereits kleine Anpassungen beispielsweise beim Einkaufen, Lagern und Kochen helfen, Lebensmittelabfälle zu vermeiden. Food Waste ist nicht nur eine Frage der Wertschätzung, sondern auch ein relevantes Umweltproblem. Lebensmittelverluste verursachen rund 25 Prozent der Umweltbelastung unserer Ernährung – etwa halb so viel wie der gesamte motorisierte Individualverkehr in der Schweiz1. Gleichzeitig hat sich die Schweiz im Rahmen der Agenda 2030 verpflichtet, die Lebensmittelverschwendung bis 2030 zu halbieren.
Gemeinsam Veränderung anstossen
Das Ziel ist der Halbierung ist anspruchsvoll. Studien zeigen jedoch, dass viele Menschen bereit sind, ihr Verhalten anzupassen2 . Häufig fehlen konkrete Informationen, alltagstaugliche Handlungsmöglichkeiten – oder schlicht ein Anstoss, Lebensmittel bewusster zu nutzen. Genau hier setzt die Nationale Woche gegen Food Waste an. Dass eine solche Woche Wirkung entfalten kann, verdeutlicht das Beispiel der Niederlande: Dort wird die «Food Waste Free Week» 3 bereits seit mehreren Jahren erfolgreich durchgeführt. Internationale Erfahrungen weisen zudem darauf hin, dass Investitionen in die Sensibilisierung der Bevölkerung ein Mehrfaches an Einsparungen bewirken können – sowohl in den Haushalten als auch bei den kommunalen Entsorgungskosten4.
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Quellen
1Beretta C, Gruber M, Müller N, Burckhardt C, Winzeler R. Monitoring der Lebensmittelverluste in der Schweiz : Zwischenstandsbericht 2025 [Internet]. Oktober 2025 [zitiert 17. April 2026]. Verfügbar unter: www.bafu.admin.ch/foodwaste
2Tipaldi P, Schäfer C, Bauer JC. Vom Vorsatz zum Teller [Internet]. Dezember 2023 [zitiert 21. Juli 2026]. Verfügbar unter: https://gdi.ch/publikationen/studien/vom-vorsatz-zum-teller-pdf-2023-d#attr= doi:10.59986/ZWGD6455
3Food Waste Free Week 2025 | Samen Tegen Voedselverspilling [Internet]. [zitiert 21. Juli 2026]. Verfügbar unter: https://samentegenvoedselverspilling.nl/en/food-waste-free-week
4Hanson C, Mitchell P. THE BUSINESS CASE FOR REDUCING FOOD LOSS AND WASTE A report on behalf of Champions 12.3 [Internet]. März 2017 [zitiert 21. Juli 2026]. Verfügbar unter: https://champions123.org/sites/default/files/2020-08/business-case-for-reducing-food-loss-and-waste.pdf
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